Grundwasserschutz mit Brot-Genuss

Bäckerei Weinzierl backt mit Wasserschutzweizen – regionale Partner

Bayerbach/Mallersdorf. (ga) „Grundwasserschutz ist meine Leidenschaft, da werde ich auch nicht müde, bei Landwirten, Mühlen und Bäckereien zu werben und unser Projekt „Wasserschutzweizen – Trinkwasserschutz durch weniger Düngen“ voranzutreiben“, gesteht Reimund Neumaier vom Sachgebiet Wasserwirtschaft bei der Regierung von Niederbayern. Zusammen mit Ludwig Sigl, Werkleiter, und Karl Wellenhofer, Verbandsvorsitzender des Wasserzweckverbandes Mallersdorf, mit dem Grafentraubacher Landwirt Thomas Stadler und Bayerbachs Bürgermeister Werner Klanikow stattete er der Bayerbacher Wasserschutz-Bäckerei Weinzierl einen Besuch ab.

„Für mich war das gar keine Frage, wir sind sofort beim Grund- und Trinkwasserschutz eingestiegen“, bestätigt Bäckermeister Dietmar Weinzierl. „Unser 550er Weizenmehl wird ausschließlich aus Wasserschutzweizen gemahlen.“ Partner der Regierung und des „echtn Handwerks-Bäckers“, so Reimund Neumaier,  ist dabei seine bewährte Mühle Schmalhofer aus Atting, die jede Woche einige Tonnen des wertvollen Grundstoffs anliefert. „Das Mehl aus Wasserschutzweizen kommt nicht nur ins Brot, sondern auch in Semmeln, Brezn und süße Teilchen“, stellt Weinzierl klar und macht damit auch dem Landwirt Thomas Stadler eine Freude, der auf fünf Hektar seiner Flächen Wasserschutzweizen anbaut. „Unterschied zum konventionellen Weizen ist, dass die letzte Qualitätsdüngung mit Stickstoff entfällt“, erklärt er. „Die Pflanze ist trotzdem gut versorgt, aber im Boden ist kein Überangebot mehr an Stickstoff, der in schädliches Nitrat umgewandelt wird. Dann kann auch nichts mehr ausgewaschen werden und ins Grundwasser gelangen.“

Mit dem Grundwasser wird auch das Trinkwasser geschützt, und der Landwirt spart Arbeit, Zeit und teuren Dünger. Für den im Rahmen der Initiative geernteten Wasserschutz-Weizen mit einem etwas geringeren Eiweißgehalt erhalten die Landwirte teilweise einen freiwilligen Ausgleich von ihrem örtlichen Wasserversorgungsunternehmen, also dem Wasserzweckverband. „Wir sind unheimlich stolz, dass mit der Bäckerei Weinzierl und ihren Filialen und mit Landwirt Stadler zwei Partner aus unserem Versorgungsgebiet bei diesem tollen Grundwasserschutzprojekt mitmachen, dass auch wir von Anfang an unterstützen“, strahlen Karl Wellenhofer und Ludwig Sigl. Ersterer legt nach: „Wasserschutzweizen und daraus gefertigtes Brot sind nachhaltige, regionale Produkte für gesundes Grundwasser!“

„Das Interesse, dass für den Wasserschutz was gemacht wird, ist da!“, betont Neumaier, „wir verhandeln aktuell mit einem Konditor wegen der Umstellung und sind stets auf der Suche nach Landwirten, die Wasserschutzweizen anbauen wollen.“ Wie alle Beteiligten ist auch er zuversichtlich, dass sich für das Projekt Wasserschutzbrot in der Region immer mehr begeistern werden.

Weitere Informationen zu diesem Grundwasserschutzprojekt und den Partnern aus der Region findet man unter www.wasserschutzbrot.de.

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